Sprengel Hanau - „Hunger nach Gerechtigkeit“

Tageslosung

3. Sonntag im Advent
Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt zu schwer, ich kann sie nicht mehr tragen.
Der Engel sprach zu Josef: Maria wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.

 

 

„Hunger nach Gerechtigkeit“
Evangelische Kirchen eröffnen gemeinsam 60. Aktion von Brot für die Welt
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Mit einem Festgottesdienst ist am Sonntag in Ahnatal-Weimar die diesjährige Spendenaktion für „Brot für die Welt“ in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eröffnet worden. In ihrer Predigt über Jeremia 23 ging Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß, Dezernentin für Ökumene und Diakonie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Frage nach, wie und durch wen Gerechtigkeit entstehen könne.  Brot für die Welt.

Hunger nach Gerechtigkeit“ - Evangelische Kirchen eröffnen gemeinsam 60. Aktion von Brot für die Welt

Kassel / Darmstadt, 2. Dezember 2018. Mit einem Festgottesdienst ist am Sonntag in Ahnatal-Weimar die diesjährige Spendenaktion für „Brot für die Welt“ in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eröffnet worden.

In ihrer Predigt über Jeremia 23 ging Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß, Dezernentin für Ökumene und Diakonie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Frage nach, wie und durch wen Gerechtigkeit entstehen könne. Jeremia spreche davon, dass der verheißene König Gerechtigkeit schaffen werde. Der Prophet äußere konkret, was diese Gerechtigkeit umfassen solle: Rechtmäßigkeit und Sicherheit, Schutz für Arme und Fremde, Gewaltfreiheit und gerechte Löhne. Jeremia sei sich sicher, dass Friede und Gerechtigkeit bald kommen würden: „Es kommt die Zeit.“ Damit passe – so Brinkmann-Weiß – dieser von Erwartung und Hoffnung geprägte Predigttext gut in die Zeit des Advents. Für Christinnen und Christen stelle sich aber auch die Frage: „Was kann ich tun, was ist mein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit auf der Welt?“ Gott habe in Jesus Christus den Menschen einen Weg aufgezeigt, den sie im Glauben gehen könnten. Brinkmann-Weiß räumte ein, dass sich dadurch die Welt nicht gleich zum Besseren wende. Aber zusammen mit dem jüdischen Volk wolle man hoffen und warten auf den Tag, an dem Gottes Frieden für alle sichtbar werde: „Bis dahin wollen wir geduldig und mit kleinen Schritten, mit Mut und Vertrauen das unsere dazu tun, Gott den Weg zu bereiten.“

Ein gutes Beispiel für diese kleinen Schritte sei die Brotbackaktion der Konfirmandinnen und Konfirmanden. Mit den eingenommenen Spenden würden z. B. Ausbildungsprojekte in El Salvador und Indien unterstützt. Zu den Jugendlichen gewandt, zeigte sich die Ökumene- und Diakoniedezernentin überzeugt: „Diesen guten Projekten helft ihr mit eurer Brotbackaktion ganz konkret. Da entsteht schon jetzt ein Stück Gerechtigkeit.“ Aber auch alle anderen, die für „Brot für die Welt“ spendeten, würden dazu beitragen, dass die Welt gerechter werde. Und alle, die von Menschen in Not erzählten, sei es von Menschen in Tijuana, sei es von Menschen in den Partnerkirchen der Landeskirche in Afrika, in Indien, in Syrien, in Kirgistan und in Estland, oder von Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchten, öffneten damit Herzen und trügen dazu bei, das schon jetzt Gerechtigkeit entstehe. Die Oberlandeskirchenrätin betonte: „Achten wir unsere kleinen Schritte, unsere kleine Kraft nicht gering.“ Denn es komme die Zeit, da Gerechtigkeit sein werde. „Und wir sind bereit für Aufbruch und Veränderung, voller Hoffnung.“, so Brinkmann-Weiß.

An dem Gottesdienst wirkten weiterhin mit: Oberkirchenrat Detlev Knoche, Leiter des Zentrums Oekumene, Ute und Thomas Dilger sowie Gundula Goldbach, Pfarrerinnen und Pfarrer aus Ahnatal, sowie viele Konfirmandinnen und Konfirmanden. Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst durch den Gospelchor Open Arms aus Niedervellmar unter der Leitung von Thorsten Seifert und Bezirkskantorin Dorothea Harris an der Orgel.

Hintergrund: 60. Aktion von „Brot für die Welt“
Unter dem Motto „Hunger nach Gerechtigkeit“ will in diesem Jahr „Brot für die Welt“ darauf aufmerksam machen, dass eine Welt ohne Hunger und Armut möglich ist, dass jeder Mensch das Recht auf Teilhabe im gesellschaftlichen Leben hat, und dass der Schutz von Menschenrechten die Voraussetzung für eine gerechte Welt ist.

Spendenkonto:
Gesamtkirchenkasse der EKHN
Stichwort: Brot für die Welt
IBAN DE27 5206 0410 0004 1000 00

Verantwortlich:
Petra Schwermann, Pressesprecherin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Volker Rahn, Pressesprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck
- Pfarrerin Petra Schwermann -
Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel
Telefon: (05 61) 93 78-2 72; Mitarbeiterin: Frau Bremer -3 96
Telefax: (05 61) 93 78-4 50
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ADVENT 2018 - 60. Aktion Brot für die Welt - Mit Projektbezug Sierra Leone, Partner SIGA

Ali Sesay aus dem westafrikanischen Sierra Leone hatte große Sorgen. Ihm fehlte das Geld, um Schuluniformen, Bücher, Hefte und Stifte für die Kinder zu kaufen. Er hatte unter anderem deswegen nicht genug Geld, weil der Ertrag seines Reisfelds Jahr für Jahr geringer ausfiel. Leute der Sierra grassroots Agency (SIGA), einer Partnerorganisation von Brot für die Welt, kamen in sein Dorf Mamorka und boten auch ihm Unterstützung an. Er stellte seine Anbaumethoden um und die Saat ging auf. Den Teil des Schul- und Materialgeldes, das Ali von der SIGA-Organisation für seine Kinder vorrübergehend bekam, braucht er inzwischen nicht mehr, weil wieder genug zum Leben da ist. Wir sammeln heute Kollekte dafür, dass SIGA in den Dörfern von Sierra Leone immer wieder Menschen unterstützen kann. Danke, dass Sie dabei helfen, die Saat aufgehen zu lassen!

mid - eingestellt am 03.12.2018 +  26.11.2018