Sprengel Hanau - Ausstellung zum Thema „Weihnachten“

Tageslosung

3. Sonntag im Advent
Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt zu schwer, ich kann sie nicht mehr tragen.
Der Engel sprach zu Josef: Maria wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.

 

 

Ausstellung zum Thema „Weihnachten“
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Die Ausstellung „Weihnachten“ im Frankfurter „Bibelhaus Erlebnis Museum“ zeigt mit Münzen und Figurinen, Ikonen und Zitaten die biblischen und außerbiblischen Wurzeln von Weihnachten. Die Schau dauert bis zum 31. März 2019. www.bibelhaus-frankfurt.de

Die Ausstellung „Weihnachten“ im Frankfurter „Bibelhaus Erlebnis Museum“ zeigt mit Münzen und Figurinen, Ikonen und Zitaten die biblischen und außerbiblischen Wurzeln von Weihnachten. Die Ausstellung widmet sich zudem der Herkunft bekannter Weihnachtsmotive und deren Wirkungsgeschichte von der Antike bis heute. Die Schau dauert bis zum 31. März 2019.
Das Museum präsentiert in der Ausstellung außerdem seine jüngste Neuerwerbung, die sogenannte Bansa-Bibel. Dabei handelt es sich um eine Bilderbibel, die der Frankfurter Ratsherr und Bürgermeister Johann Matthias Bansa im Jahr 1746 für seine Kinder und Enkel verfasst hat.

Weihnachten
Eine Ausstellung im Bibelhaus Erlebnis Museum vom 14. November 2018 bis 31. März 2019

Bilder und Symbole der Bibel sind Gegenstand der Ausstellung "Weihnachten" im Bibelhaus Erlebnis Museum. Die beiden Geburtsgeschichten der Evangelien des Neuen Testamentes schöpfen dabei aus dem reichen Bilderschatz ihrer Umwelt - Sprachbilder der hebräischen Bibel sind dabei zu entdecken aber auch Anleihen aus der römisch-griechischen Kultur.

Das Neue Testament vor etwa 2000 Jahren ist Gelegenheitsliteratur aus einer Nische des römischen Kaiserreiches. Sie wurde geschrieben für die Hinterzimmer von Synagogen und heimliche Versammlungen in Privathäusern. Der Sprachmacht der Imperatoren setzt das Neue Testament die Wortbilder des ohnmächtigen Israel entgegen. Schon die Geburtsgeschichten der Evangelien rücken die Opfer der Gewalt ins Zentrum. Sie besetzen bildmächtige Symbole mit neuer Bedeutung.

Die Bilderbibel, die der Ratsherr und Bürgermeister Johann Matthias Bansa im Jahr 1746 für seine Kinder und Enkel verfasst hat: Sie ist in der Weihnachtsausstellung erstmals in Frankfurt zu sehen.

Die antike und biblische Bildwelt
Die Ausstellung ordnet die neutestamentlichen Symbole in die antike und biblische Bildwelt ein - mit Münzen und Figurinen, Inschriften, Ikonen und Zitaten:
◾Statt von der göttlichen Jungfrau der griechischen Mythologie erzählt das Lukasevangelium von einem konkreten Mädchen aus der Provinz Syrien und gibt ihm den Titel "Parthenos" (Jungfrau);
◾statt vom Stern des verstorbenen göttlichen Caesar, der seit Kaiser Augustus auf den Silbermünzen zu finden ist, erzählt das Matthäusevangelium von einem Stern, aufgrund dessen orientalische Gelehrte die verborgene Geburt eines Kindes in einer Kleinstadt in Judäa entdecken;
◾statt von der Geburt des Imperators Augustus, die zuerst in Kleinasien und schließlich im ganzen Reich verherrlicht wird, erzählt das Matthäusevangelium von der Geburt eines jüdischen Kindes in Betlehem und seiner Flucht nach Ägypten;
◾dass dieses Kind kein anderer ist, als der später gekreuzigte Jude Jesus, ist unmissverständlich. Dessen Auferweckung von den Toten ist in den Evangelien von Anfang an im Blick: die Futtertröge ("Krippen") jener Zeit haben dieselbe Form wie Sarkophage, und das Wickeln der Maria ("Windeln") weist schon auf die Leichentücher des Felsengrabes hin;
◾dass es der Literatur des Neuen Testamentes mehr um die gute Botschaft vom Evangelium an die Armen geht, als um die Umstände der Niederkunft eines Kindes, wird dabei deutlich;
◾die Zeitrechnung 2018 wird nicht in Herrscherjahren gezählt. Sie bezieht sich auf die Christgeburt. Das zeugt von der Wirkung der Evangelien - auch wenn sich das konkrete Geburtsjahr nicht genau errechnen lässt. Die Besucher sind eingeladen, es selbst anhand der biblischen Daten zu versuchen.

Missbrauch und Umdeutung des Christfestes
Die Symbolwelt der verfolgten Untergrundkirche eignet sich schließlich jedoch auch zum Missbrauch durch die Herrschenden. Mit der Aneignung des Christentums durch Kaiser Konstantin rund 300 Jahre später, verdeckt das neue Lichterfest am 25. Dezember das kritische Potenzial der biblischen Geburtsgeschichten.

Die Ausstellung beleuchtet den Missbrauch und die Umdeutung des Christfestes exemplarisch von der römischen Kaiserzeit bis zu der Kriegsweihnacht 1914 oder der Enteignung biblischer Symbole durch die Nazi-Diktatur, deren rassistisch-germanisierende Weihnachtspropaganda bis heute nachwirkt. Selbst im banalen Christbaumschmuck ließe sich das kritische Potential der biblischen Christgeburt wiederentdecken: Friede auf Erden!

Dass die verborgene Geburt eines göttlichen Kindes auch in anderen Religionen der Welt erzählt wird, zeigen Ausstellungsgegenstände des Buddhismus und Hinduismus. Die Jungfrauengeburt des Isa bin Mariam, die in einem Qur'an des Islam nachzulesen ist, wirft ein anderes Licht auf die vielfältige Wirkungsweise der Symbolwelt der hebräischen wie griechischen Bibel.

"Ein Sarkophag in Betlehem? Ein Rätsel in 30 Minuten"
Rätselführung für Gruppen mit bis zu 20 Teilnehmenden: Während eines einstündigen Gruppenbesuches in der Ausstellung "Weihnachten" machen sie sich auf die Suche nach des Rätsels Lösung. Der Countdown läuft! Für 6 bis 20 Teilnehmende.

Preise: Einstündig: Euro 120.-, ermäßigt 90.- Kombiticket zweistündig: Führung Euro 160.-, ermäßigt 120.-; (außerhalb der Öffnungszeiten Euro 150.-, ermäßigt 90.-; bei der Buchung eines zweistündigen Kombitickets außerhalb der Öffnungszeiten Euro 190.-, ermäßigt 120.-)

mid - eingestellt am 26.11.2018