Tageslosung

Gefällt es euch nicht, dem HERRN zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.
Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse.

 

 

Passionspunkte »würde – voll« - Andachten an wunden Punkten
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Andachten an »wunde Punkte« mitten in der Stadt, die in der Passionszeit von Montag, 19. Februar bis Freitag, 23. März an fünf den »Passionspunkten« in Hanau zum Nachdenken einladen: Montag, 19. Februar, um 18.00 Uhr vor der Marienkirche, Am Goldschmiedehaus: »frauen – würde – voll«; Dienstag, 27. Februar, um 18.00 Uhr im Wohnstift Hanau, Lortzingstraße 5: »am ende – würde – voll«; Mittwoch, 7. März, um 18.00 Uhr am Alten Tor, Hohe Landesschule, Alter Rückinger Weg 53: »würde – voll – lernen«; Donnerstag, 15. März, um 18.00 Uhr am DGB-Haus, Am Freiheitsplatz 6: »würde – voll – arbeiten«; Freitag, 23. März, um 18.00 Uhr am Autonomen Kulturzentrum, Metzgerstraße 8: »voll – menschen – würde«

Passionspunkte - »würde – voll« - Andachten an wunden Punkten mitten in der Stadt

»würde – voll« - So lautet das Motto der Andachten an »wunde Punkte« mitten in der Stadt, die in der Passionszeit von Montag, 19. Februar bis Freitag, 23. März an fünf den »Passionspunkten« zum Nachdenken einladen. Montag, 19. Februar, um 18.00 Uhr vor der Marien-kirche, Am Goldschmiedehaus: »frauen – würde – voll« mit Pfarrerin Margit Zahn, Swantje Ganecki und Katja Weber-Reichenbach, Frauenhaus Hanau, Diana Mause; Dienstag, 27. Februar, um 18.00 Uhr im Wohnstift Hanau, Lortzingstraße 5: »am ende – würde – voll« mit Pfarrerin Dorothea Best-Trusheim, Dr. Maria Haas-Weber, Vorsitzende des Fördervereins Palliative Patientenhilfe Hanau, Pfarrerin Beatrice Weimann-Schmeller, Seelsorgerin im Wohnstift Hanau, Andrea Jeruschewski (Musik); Mittwoch, 7. März, um 18.00 Uhr am Alten Tor, Hohe Landesschule, Alter Rückinger Weg 53: »würde – voll – lernen« mit Pfarrer Hermann Trusheim, Schüler/-innen und Kollegen der Hohen Landesschule, Hola’s Blechle (Musik); Donnerstag, 15. März, um 18.00 Uhr am DGB-Haus, Am Freiheitsplatz 6: »würde – voll – arbeiten« mit Pfarrerin Ute Engel, Ralf Weidner, Referat »Wirtschaft – Arbeit – Soziales« der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Jochen Engel (Akkordeon, Saxophon); Freitag, 23. März, um 18.00 Uhr am Autonomen Kulturzentrum, Metzgerstraße 8: »voll – menschen – würde« mit Vikarin Elisa Schneider, Marion Bayer und weitere Beteiligte der Initiative Lampedusa in Hanau
»Passionspunkte« sind Andachten an öffentlichen Orten mitten in der Stadt. Hier lädt die evangelische Kirche ein anzuhalten, einen Moment stehen zu bleiben und sich einem »wunden Punkt«, einem »Passionspunkt « zu stellen. Die »wunden Punkte« werden verbunden mit der Passion Jesu, der sich an die Seite der Leidenden stellt.
In jeder Andacht wird ein spezielles Thema durch eine Expertin oder einen Experten vorgestellt und durch einen Liturgen oder eine Liturgin mit einem biblischen Text, mit Gebeten, Liedern und Musik verbunden.
Wunde Punkte – »Passionspunkte« – gibt es viele in einer Stadt. Da gibt es zum einen die Orte, an denen Leid geschieht oder Verletzungen sichtbar werden. Zum anderen sind »wunde Punkte« Orte, an denen gesellschaftlich schwierige – »wunde« – Themen besondere Zuwendung bekommen.
Im Jahr 2018 widmen sich die »Passionspunkte« dem Thema »Würde«. Die Andachten suchen Orte auf, an denen die Würde von Menschen gefährdet ist, verletzt wurde oder besondere Fürsorge erhält. Hier wird deutlich, wie verletzlich Menschenwürde ist.

Weitere Informationen:
Evangelische Stadtkirchengemeinde Hanau, Gemeindebüro im Kirchenladen, Mo. bis Fr. 9.00 - 12.00 Uhr und Mo., Di., Do. 14.00 - 17.00 Uhr, Krämerstraße 4, 63450 Hanau, 06181.4288868, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , www.stadtkirchengemeinde-hanau.de 
Evangelische Kirchengemeinde Hanau-Kesselstadt, Gemeindebüro Mo., Di., Do., Fr. 10.00 - 12.00 Uhr, Castellstraße 9, 63454 Hanau, 06181.259875, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , www.friedenskirche-hanau.de

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Montag, 19. Februar 2018, 18.00 Uhr vor der Marienkirche, Am Goldschmiedehaus, 63450 Hanau
»frauen – würde – voll«
Mit Pfarrerin Margit Zahn, Swantje Ganecki und Katja Weber-Reichenbach, Frauenhaus Hanau, Diana Mause (Gesang), Stephan Herget (Klavier)
Es ist entwürdigend. Herablassende Worte, verachtende Blicke, Zudringlichkeit und körperliche Gewalt können Frauen überall geschehen: In ihren vier Wänden, an ihrem Arbeitsplatz und auf offener Straße.
Im Hanauer Frauenhaus haben seit Bestehen 2381 Frauen und 2097 Kinder Zuflucht gefunden, die Opfer von Gewalt geworden sind. Eine von ihnen war Shukriyeh A., die im Dezember von ihrem Mann vor der Marienkirche angegriffen und tödlich verletzt wurde. Swantje Ganecki und Katja Weber-Reichenbach haben sie und viele andere Frauen im Frauenhaus kennengelernt und werden von ihnen erzählen.
»Die Männer nahmen ..., schlugen …, spuckten …« Pfarrerin Margit Zahn wird in diesem Passionspunkt an die entwürdigende Behandlung Jesu erinnern und an seinen wertschätzenden Blick auf Frauen und Männer.

Dienstag, 27. Februar 2018, 18.00 Uhr - Wohnstift Hanau, Lortzingstraße 5, 63452 Hanau
»am ende – würde – voll«
Mit Pfarrerin Dorothea Best-Trusheim, Dr. Maria Haas-Weber, Vorsitzende des Fördervereins Palliative Patientenhilfe Hanau, Pfarrerin Beatrice Weimann-Schmeller, Seelsorgerin im Wohnstift Hanau, Andrea Jeruschewski (Musik)
Am Ende des Lebens würdevoll zu leben, am Ende des Lebens würdevoll zu sterben, das wünschen wir uns alle. Da ist es gut, dass es Orte gibt, an denen dies bereits möglich ist. Da ist es gut, dass es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen, dass es für immer mehr Menschen möglich wird.
»am ende – würde – voll«, ein wunder Punkt unserer Gesellschaft, zu dessen Linderung bereits viel unternommen wird und an dessen Heilung weiter gearbeitet werden kann und muss: Darum geht es in diesem »Passionspunkt«

Mittwoch, 7. März 2018, 18.00 Uhr am Alten Torbogen der Hohen Landesschule, Tor, Alter Rückinger Weg 53, 63452 Hanau
»würde – voll – lernen«
Mit Pfarrer Hermann Trusheim, SchülerInnen und KollegInnen der Hohen Landesschule, Hola’s Blechle (Musik)
Ein Passionspunkt vor einem jahrhundertealten Schultor. Passion steht für Leidensgeschichte. Seit über 400 Jahren passieren Menschen dieses Schultor. Mit welchen Gefühlen? Schulzeit – eine Leidenszeit? Für manche wohl schon: Leistungsdruck, Versagensangst, Mobbing, Prüfungsstress, Misserfolge. Manche Schulgeschichten erzählen davon. Passion heißt auch Leidenschaft. Leidenschaftlicher Einsatz für große Ziele. Bildung der Herzen. Verantwortung übernehmen, Gutes tun, eine solidarische Gemeinschaft werden, das gehört dazu. Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit sind Bildungsziele. Und das wird auch erlebt. Schule als Lebensort, verknüpft mit guten Erfahrungen und schönen Erinnerungen – Freundschaften, neue Entdeckungen machen, den Horizont erweitern, sich entwickeln zu einem mündigen, selbstbewussten Menschen.
Im Schulprogramm der Hola wird eine ›Kultur der Würdigung‹ angestrebt. Was das ist, wie das werden kann – dazu gibt es an diesem Abend Nachdenkliches, Musik und Überraschendes.

Donnerstag, 15. März 2018, 18.00 Uhr am DGB-Haus, Am Freiheitsplatz 6, 63450 Hanau
»würde – voll – arbeiten«
Mit Pfarrerin Ute Engel, Ralf Weidner, Referat »Wirtschaft – Arbeit – Soziales« der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Jochen Engel (Akkordeon, Saxophon)
Die einen würden gern voll arbeiten, die anderen müssen zu lange arbeiten, die nächsten können vom Verdienst einer ganzen Stelle nicht leben: Arbeit ist immer eine heikle Sache, denn sie geht uns an die Existenz – sowohl finanziell als auch psychisch. Wer ohne Arbeit ist, kann sein Selbstwertgefühl verlieren, wer sehr viel arbeitet, kann Freunde und Beziehungen verlieren. Harte politische Debatten werden um die Würde der Arbeit geführt – vom Tarifstreit bis hin zum bedingungslosen Grundeinkommen.
Auch in der Passionsgeschichte wird gearbeitet: Da gibt es Mägde, Soldaten, Henker, Priester, Statt-halter ... Was heißt da, würde-voll arbeiten?

Freitag, 23. März 2017, 18.00 Uhr im Autonomen Kulturzentrum, Metzgerstraße 8, 63450 Hanau
»voll – menschen – würde«
Mit Vikarin Elisa Schneider, Marion Bayer und weitere Beteiligte der Initiative Lampedusa in Hanau
Menschen flüchten. Sie sind auf der Suche nach einem Ort, an dem ein sicheres und würdevolles Leben möglich ist. Angekommen in Hanau, ist der (Leidens-)Weg für viele aber noch nicht vorbei: bleibende Erinnerungen an die Flucht, Hürden auf dem Weg in ein neues Leben, Angst vor Abschiebung. In der Metzgerstraße trifft sich seit 2014 regelmäßig die Initiative »Lampedusa in Hanau und Main-Kinzig-Kreis«. Im solidarischen Miteinander von Flüchtlingen und ihren Unterstützer/innen wird dieser Ort zu einem Ort voll Menschenwürde mitten in der Stadt. Wunde Punkte betrachten – die Einzelne aus ihren ebensgeschichten mitbringen oder diejenigen, die im Zusammentreffen mit der Asylgesetzgebung entstehen – an einem Ort, an dem nicht weggeschaut wird.
In der Passionszeit gemeinsam die Menschenwürde bedenken – denn Jesus Christus steht an der Seite der derjenigen, deren Würde verletzt oder in Frage gestellt wird.

 

mid - eingestellt am 12.02.2018