Tageslosung

Sie sollen mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient.
Die ihn aufnahmen, denen gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.
Monatsgedanke Januar: Geschenkte Zeit
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Was für ein großes Geschenk! Dieses Gebot aus dem 5. Buch Mose. Ich erlebe dieses Gebot nicht als Vorschrift, sondern als wirkliches Geschenk! Denn es schenkt uns einen Lebensrhythmus und das seit Jahrtausenden. Einen Rhythmus zwischen Arbeit und Ruhe, Tun und Lassen, Erschöpfung und Erholung. 6 Tage soll der Mensch, sollen auch die Tiere arbeiten, aber am 7. Tag darf Ruhe sein. Ruhe für alle!

Gedanken zum Monatsspruch Januar 2018: Geschenkte Zeit

Was für ein großes Geschenk! Dieses Gebot aus dem 5. Buch Mose. Ich erlebe dieses Gebot nicht als Vorschrift, sondern als wirkliches Geschenk! Denn es schenkt uns einen Lebensrhythmus und das seit Jahrtausenden. Einen Rhythmus zwischen Arbeit und Ruhe, Tun und Lassen, Erschöpfung und Erholung. 6 Tage soll der Mensch, sollen auch die Tiere arbeiten, aber am 7. Tag darf Ruhe sein. Ruhe für alle!
Ich finde, wir unterschätzen enorm, wie wichtig dieses Gebot für uns ist. Denn es schenkt uns Zeit! Zeit, um uns mit Menschen zu treffen, die uns wichtig sind. Deshalb brauchen wir auch einen gemeinsamen Ruhetag! Denn wenn jeder irgendwann seinen freien Tag hat, wie sollen wir zusammen kommen?
Der 7. Tag schenkt uns auch mehr Stille. Ich genieße es sehr, dass auf den Straßen weniger Autos fahren, der Nachbar keinen Rasen mäht und der Staubsauger in der Kammer bleibt. Auch schenkt mit dieser freie Tag die Möglichkeit, mal abseits von allen Pflichten das zu tun, was mir Spaß macht: ausschlafen, ein Buch lesen, ins Museum gehen, wandern, spielen, tanzen gehen … und das ohne Zeitdruck.
Und nicht zuletzt schenkt mir dieser Ruhetag auch die Zeit, über mich und mein Leben, über Gott und die Welt nachzudenken. Dieser Tag soll „Gott geweiht“ sein heißt es in dem Gebot. Damit bekommt der Sonntag neben ausruhen und entspannen noch einen weiteren Sinn. Er gibt mir, abseits vom Alltagstrott die Gelegenheit darüber nachzudenken, ob ich mit meinem Leben noch auf einem guten Weg bin.
Bin ich im Einklang mit mir? Tue ich das, was ich tun möchte? Und lebe ich so, wie es für mich richtig ist? Aber auch: fühle ich mich geborgen und behütet? Habe ich eine Beziehung zu Gott oder möchte ich gerne mehr von ihm spüren und wissen? Darüber in Ruhe nachzudenken ist nicht leicht. Denn die meisten von uns sind es doch gewohnt, To-Do-Listen abzuarbeiten oder, wenn alle Punkte abgehakt sind, sich zu unterhalten oder unterhalten zu lassen.
Will ich da am Sonntag wirklich ernsthaft über mein Leben nachdenken? Ja! Denn es lohnt sich, immer mal wieder einen neuen Weg zu gehen, eine andere Richtung einzuschlagen, Neues auszuprobieren. Und es lohnt sich auch, dabei nach Gott zu fragen und zu suchen. Denn wenn ich Gott in meiner Nähe spüre, habe ich auch die Kraft und den Mut immer wieder mal Dinge aus meinen Alltagstrott zu hinterfragen und etwas zu verändern in meinem Leben. Und das ist auch ein wirkliches Geschenk!

Pfarrerin Uta Feußner, Kassel

 

Grafik: medio.tv/Jutta Blåfield

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mid - eingestellt am28.12.2017